15.03.2018
UNFALLSCHADENSREGULIERUNG Geschädigter muss vor dem Abschleppauftrag keine Marktforschung betreiben
Der Geschädigte muss keine Marktforschung hinsichtlich der vom Abschleppunternehmer berechneten Preise betreiben. Das sei ihm in der Unfallsituation nicht zuzumuten, entschied das Amtsgericht Stuttgart.

Das Urteil spricht auch noch zwei Selbstverständlichkeiten aus:

  • „Die Polizei fungiert bei der Benachrichtigung des Abschleppunternehmers als Bote des
    Geschädigten. Sie hat in der Regel keine Auftraggeberfunktion.
  • „„Rechnet der Abschleppunternehmer überhöht ab, kann der Versicherer den überhöhten
    Betrag vom Abschleppunternehmer zurückfordern. Grundlage kann eine Abtretung der
    Rückforderungsansprüche vom Geschädigten an den Versicherer sein. Der Geschädigte
    jedenfalls ist zu schützen.

QUELLE | Amtsgericht Stuttgart, Urteil vom 21.11.2017, 43 C 723/17